Kalium, was ist das?
Kalium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff. Im Körper befindet es sich überwiegend innerhalb der Zellen, besonders in Muskel und Nervenzellen. Kalium zählt zu den Elektrolyten und ist eines der wichtigsten positiv geladenen Ionen im Zellinneren. Dadurch spielt es eine zentrale Rolle für die elektrische Erregbarkeit von Zellen und für die Regulation des Flüssigkeitshaushalts im Zusammenspiel mit anderen Elektrolyten.
Kalium Wirkung im Körper
Für Kalium sind in der EU bestimmte gesundheitsbezogene Aussagen zugelassen. In zulässiger Formulierung bedeutet das, Kalium:
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trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
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trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
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trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei
Wie viel Kalium brauchen wir pro Tag
Der Bedarf wird über Referenzwerte beschrieben. Für Erwachsene werden häufig folgende Orientierungswerte genannt:
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4.000 mg pro Tag
Bei Stillenden wird häufig ein höherer Orientierungswert genannt, 4.400 mg pro Tag.
In der EU Kennzeichnung ist zusätzlich der Nährstoffbezugswert, NRV, relevant. Für Kalium liegt dieser bei 2.000 mg pro Tag. Dieser NRV dient unter anderem als Basis für Prozentangaben in der Nährwertkennzeichnung.
Wie nimmt der Körper Kalium auf
Kalium wird im Darm aufgenommen. Wie gut die Aufnahme im Einzelfall gelingt, hängt unter anderem von der Gesamtzufuhr, der individuellen Verdauung, und der Art der Kaliumverbindung ab. Der Körper reguliert den Kaliumhaushalt außerdem über die Ausscheidung, hauptsächlich über die Nieren.
Kalium in Lebensmitteln, gute Quellen im Alltag
Viele Menschen decken Kalium über die Ernährung. Typisch gute Kaliumlieferanten sind:
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Kartoffeln und andere Knollenprodukte
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Hülsenfrüchte
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Gemüse, zum Beispiel Spinat, Tomaten, Kürbis
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Obst, zum Beispiel Bananen, Aprikosen, Orangen
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Nüsse und Samen
Auch Lebensmittel mit moderateren Gehalten können zur Versorgung beitragen, wenn sie regelmäßig verzehrt werden.
Kalium im Essen vs zugesetztes Kalium, was ist der Unterschied
Wer Kalium supplementiert, liest schnell Begriffe wie Citrat, Chlorid oder Gluconat. In Lebensmitteln steht so etwas dagegen selten, dort ist einfach „Kalium, mg“ angegeben. Der Grund ist simpel, Kalium liegt im Essen anders vor als in zugesetzten Präparaten.
Kalium in Lebensmitteln, so kommt es natürlich vor
In Lebensmitteln steckt Kalium meist als Kalium Ion, K+, eingebettet in die natürliche Lebensmittelmatrix. Es ist dabei nicht „eine einzige Verbindung“, sondern wird im Körper aus dem Essen nach und nach freigesetzt, zum Beispiel:
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frei gelöst in Zellflüssigkeit oder in Mineralwasser
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gebunden an organische Bestandteile und natürliche Salze
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als Bestandteil pflanzlicher und tierischer Gewebestrukturen
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teilweise in Matrixeffekten eingebunden, die Freisetzung und Aufnahme im Verdauungstrakt mit beeinflussen können
Wichtig: Die Nährwertangabe „Kalium, mg“ meint immer elementares Kalium, unabhängig davon, in welcher natürlichen Bindung es im Lebensmittel steckt.
Zugesetztes Kalium, warum die Form hier wichtiger ist
In Supplements oder angereicherten Lebensmitteln wird Kalium als definierte Verbindung zugesetzt, zum Beispiel Kaliumcitrat, Kaliumchlorid oder Kaliumgluconat. Dadurch werden drei Punkte besonders relevant:
Löslichkeit und Anwendung
Gut lösliche Formen lassen sich in Getränken und Pulvermischungen leichter formulieren, weil sie sich in Wasser gut verteilen.
Geschmack und Formulierung
Je nach Gegenion kann der Geschmack stärker oder milder ausfallen, das ist bei Getränken und Elektrolyt Mischungen besonders praxisrelevant.
Etikett, elementares Kalium vs Verbindung
Die Verbindung beschreibt, woran Kalium gebunden ist, entscheidend für die Kennzeichnung ist jedoch die Angabe „Kalium, mg“, also die Menge an elementarem Kalium.
Kalium Formen, welche gibt es, und worin unterscheiden sie sich
Kalium ist in Produkten als unterschiedliche Verbindungen enthalten. Praktisch relevant sind vor allem Löslichkeit, Geschmack, und der Anteil an elementarem Kalium, der auf dem Etikett ausgewiesen wird.
Häufige Formen
Organische Kaliumverbindungen
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Kaliumcitrat, Trikaliumcitrat
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Kaliumgluconat
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Kaliumlactat
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Kaliumhydrogencarbonat
Anorganische Kaliumverbindungen
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Kaliumchlorid
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Kaliumcarbonat
Welche Kaliumform ist die beste
Eine pauschal beste Form gibt es nicht, sinnvoll ist eine Auswahl nach Ziel und Anwendung:
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Für Getränke und Elektrolyt Mischungen sind gut lösliche Formen oft praktisch, weil sie sich leichter formulieren lassen.
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Für die Alltagstauglichkeit zählen Geschmack und Verträglichkeit, hier kann sich die passende Form von Person zu Person unterscheiden.
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Für den Vergleich ist entscheidend, wie viel elementares Kalium tatsächlich enthalten ist, nicht nur, welche Verbindung verwendet wurde.
Macht eine zusätzliche Kaliumzufuhr Sinn?
Eine zusätzliche Zufuhr von Kalium über Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel kann sinnvoll sein, wenn die Aufnahme über die Ernährung dauerhaft niedrig ist, zum Beispiel bei gemüsearmer oder obstarmer Ernährung.
Gleichzeitig gilt: Kalium ist ein Mineralstoff, bei dem die individuelle Situation besonders wichtig ist. Wer eine eingeschränkte Nierenfunktion hat oder Medikamente einnimmt, die den Kaliumspiegel erhöhen können, sollte zusätzliche Mengen nur nach fachlicher Rücksprache verwenden.
EFSA berichtet auf Basis europäischer Ernährungserhebungen, dass die durchschnittliche Kaliumzufuhr je nach Land und Bevölkerungsgruppe variiert, und dass die in einzelnen Erhebungen berichteten Mittelwerte unter dem von EFSA abgeleiteten angemessenen Aufnahmewert für Erwachsene liegen.
Quelle: EFSA NDA Panel, 2016, Scientific Opinion on Dietary Reference Values for potassium, EFSA, PDF.
Kalium in REALIST, Trikaliumcitrat im Elektrolyte Getränk
In REALIST ist Kalium als Trikaliumcitrat enthalten. Pro Portion liefert der Drink 330 mg elementares Kalium. Das entspricht 16,5 Prozent des NRV für Kalium.
Sehr gute Löslichkeit, ideal für Getränke
Trikaliumcitrat eignet sich besonders gut für Getränke, weil es sich sehr gut in Wasser löst. Das erleichtert Formulierung, Dosierung und eine gleichmäßige Verteilung im fertigen Drink, besonders bei Elektrolyt Mischungen ist das ein klarer Praxisvorteil.
Bioverfügbarkeit, in Studien gut beschrieben
Kalium aus gut löslichen Kaliumsalzen wird im Verdauungstrakt zuverlässig als Kalium Ion verfügbar gemacht und aufgenommen. Trikaliumcitrat liefert Kalium in einer Form, die sich in wässriger Umgebung gut löst und damit effektiv für den Körper bereitgestellt wird.
Verträglichkeit, bei 330 mg Kalium pro Portion typischerweise gut
Wie bei Kaliumsalzen grundsätzlich gilt, können, insbesondere bei höheren Einzeldosen oder empfindlichen Personen, Magen Darm Beschwerden wie Übelkeit, Bauchbeschwerden oder Durchfall auftreten. Mit 330 mg Kalium pro Portion liegt REALIST unter dem vom Bundesinstitut für Risikobewertung vorgeschlagenen Höchstwert von 500 mg Kalium pro Tagesdosis für Nahrungsergänzungsmittel. Bei üblicher Verwendung ist daher in der Regel nicht mit relevanten Effekten zu rechnen, die individuelle Verträglichkeit kann jedoch variieren. Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Einnahme von Medikamenten, die den Kaliumspiegel erhöhen können, sollte eine zusätzliche Kaliumzufuhr grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
Qualität, Ph. Eur. Spezifikation
Für die Qualität gilt, unser eingesetztes Trikaliumcitrat entspricht einer Ph. Eur. Spezifikation. Die Europäische Pharmakopöe definiert klare Qualitätskriterien, zum Beispiel zu Identität, Reinheit und Gehalt. Auch wenn REALIST kein Arzneimittel, sondern ein Lebensmittel ist, verwenden wir bewusst Rohstoffe in dieser besonders hohen, streng geprüften Qualität.
Quellen
- Europäische Kommission, EU Register on nutrition and health claims, Kalium, zugelassene Claims
- Kommission Verordnung (EU) Nr. 432/2012, Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII, Nährstoffbezugswert Kalium
- EFSA, Dietary Reference Values for potassium, Scientific Opinion, 2016
- DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Kalium
- BfR, Höchstmengenvorschläge für Kalium in Nahrungsergänzungsmitteln
- Europäische Pharmakopöe, Monographie Kaliumcitrat


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